Die Sanierungsarbeiten der Kirche „Zum Heiligen Kreuz“ in Sprötau

Die Sanierungsarbeiten der Kirche „Zum Heiligen Kreuz“ in Sprötau beginnen am 14. Februar 1995 mit der Abnahme des Turmhelmes. Der Turm ist zuvor im Dezember 1994 baupolizeilich gesperrt worden. Seine Spitze neigte sich 1,40 Meter außer Lot und drohte auf das Kirchenschiff zu stürzen. Zudem waren das Fachwerk des Turmes und die Verschalung an der Wetterseite immens geschädigt, Schwamm im Mauerwerk und Gebälk kamen hinzu.

Mit Aufnahme der Gemeinde Sprötau in das Landeskirchenprogramm Thüringen 1995 und der Sicherung des Finanzierungsplanes im Werte von 400.000 Mark werden die Arbeiten am 12.01.1996 mit der Abnahme der Kirchturmhaube fortgesetzt. Helm und Haube, abgestellt in der Lindenstraße, werden ausgangs des Sommers aufwendig instand gesetzt. Bereits ab 29. Juli 1996 arbeitet man am Fachwerk, wechselt dieses an der Wetterseite komplett und schützt es mit Thüringer Schiefer. Am 1. November 1996 setzt Fa. Bennert unter den Blicken zahlreicher Bürger des Ortes die erneuerte, 15 Tonnen schwere Haube mit Helm mittels Autokran dem Turm obenauf. Tags darauf werden Turmknopf und Wetterfahne auf der Spitze montiert.

1997 verkündet seit dem 29. Januar die Kirchturmuhr den Sprötauern wieder die Zeit. Die drei Zifferblätter stellt Fa. Hecht aus Wiehe nach Vorlagen aus dem 19. Jahrhundert detailgetreu her. Noch im Frühjahr fallen die Gerüste am Turm. Mit neuer Fassade erstrahlt er in neuer „alter“ Schönheit.

1998 erfolgt die Sanierung des Kirchenschiffes. Nach Abnahme der Mauerkrone und Installation eines neuen Ringankers am Kirchenschiff durch die Fa. Hoch-, Tief- und Fertigbau aus Buttelstedt werden verfaulte Sparren und Schalung im Herbst 1998 ausgetauscht. Im Jahr darauf präsentiert sich das Kirchenschiff ebenfalls mit neuer Dachhaut aus Thüringer Schiefer.

2000 beginnen im Frühjahr die Renovierungsarbeiten im Innern der Kirche. Wände und Altarraum werden neu verputzt und weiß gestrichen. Das große, ganz in dunklem Rot gehaltene Deckengemälde, welches eine seltene Darstellung der Apokalypse des Johannes zeigt, wird von Albert Hornemann aus Neudietendorf restauriert. Nach Trockenlegung des Sockelbereiches und der Sicherung der Westseite wird im Dezember das Dach des Treppenaufgangs mit Schiefer neu gedeckt. Außerhalb der Kirche erfolgen Arbeiten im Rahmen der Dorferneuerung.

2001 präsentiert sich am zweiten Maiwochenende zum 300jährigen Kirchweihjubiläum der Altarraum im neuen Gewand. Zuvor war das marode Chorgestühl durch die Tischlerei Hergt ausgebaut und renoviert sowie der Fußboden des Altarraumes durch die Fa. Bösemann neu mit Sandstein belegt worden.

2002 werden ab Herbst 2002 die Sanierungsarbeiten fortgesetzt mit der Entnahme der Kirchenbänke und des alten Fußbodens. Nach Trockenlegung des Kircheninnenraumes durch Fa. Tief- und Naturbau P. Jorcke werden neue Klinker verlegt und versiegelt. Die von Tischlerei Finke renovierten Kirchenbänke werden 2003 mit darunter befindlicher Heizung eingebaut. Die Farbkomposition grün-rot steht dem Kirchenschiff hervorragend zu Gesicht.

2004 endet mit dem Außenputz von Kirchenschiff und Turm durch Fa. Schneider im Juli die Sanierung unserer Kirche im Rahmen der Städtebauförderung. Obwohl die Restauration des Altares, der Emporenbilder und der Orgel sowie die Erneuerung der Aufgangsstufen noch ausstehen, zeigt sie sich innen wie außen in neuem Gewand. Damit ist die umfangreichste und aufwendigste Sanierung seit ihrer Errichtung abgeschlossen. Das enge Zusammenwirken von kirchlicher und politischer Gemeinde sowie die großzügige Unterstützung des Landes Thüringen, des Kreiskirchenamtes, der Denkmalpflege und der spendenfreudigen Bürger unseres Ortes haben sich ausgezahlt. Gemeinde- und Kirchenrat dankt allen Beteiligten, besonders Herrn Lindig vom Architektur- und Ingenieurbüro Lindig·Herbst·Lichtenheld.